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Verzerrte Wahrnehmung zur Mitarbeiterzufriedenheit in Unternehmen


Date: 2014-01-31

Ein aktueller Artikel aus dem Handelsblatt belegt, dass eine extreme Verzerrung in der Wahrnehmung bezogen auf die Mitarbeiterzufriedenheit in Unternehmen besteht. Demnach sind Mitarbeiter weit unzufriedener als ihre Führungskräfte glauben.

Der ungeliebte Chef lautet der Leitartikel des Handelsblatts vom 31. Januar 2014, verfasst von Kirsten Krumrey und Thomas Tuma. Und dieser macht mit erschreckenden Zahlen* deutlich, dass die Einschätzung von Führungskräften mit der Realität der Mitarbeiterarbeiterzufriedenheit nicht übereinstimmt. Die Anzahl der Mitarbeiter, die innerlich bereits gekündigt haben, ist demnach im Zeitraum von 2001-2012 von 15 % auf erstaunliche 24 % angestiegen. Addiert man noch jene Mitarbeiter hinzu, welche lediglich eine geringe Bindung zum Unternehmen besitzen - und das sind per 2012 ganze 61 % - verbleiben gerade noch 15 % der Mitarbeiter, welche eine hohe emotionale Bindung zu ihrem Unternehmen haben.

Frustration ist teuer

Kein Unternehmen kann es sich leisten auf längere Sicht zu viele unzufriedene Mitarbeiter zu haben, insbesondere nicht in einer Zeit, in der der demografische Wandel dazu führt, dass Unternehmen längst nicht mehr die freie Wahl am Arbeitsmarkt haben. Zufriedene Mitarbeiter besitzen ein höheres Engagement und machen das Unternehmen erfolgreich. Frustrierte Mitarbeiter dagegen weisen mehr Fehlzeiten auf, demotivieren andere und kosten pures Geld, das ist keine neue Erkenntnis.

Transparenz und mehr Objektivität herstellen

Ganz unabhängig davon, wie gut die Führungskräfte im Unternehmen ausgebildet sind, kann man mit guten und nicht personalisierten Mitarbeiterumfragen, wie sie mit dem perview Survey System erstellt werden können, Aussagen darüber erhalten, wie der Zustand der Zufriedenheit in den verschiedenen Bereichen des Unternehmens beschaffen ist. Ergänzt man eine solche Befragung um einen 360° Modus, so kann die Umfrage die Sicht von Führungskräften oder sogar neutralen Beratern mit einbeziehen. Im Ergebnis erhält das Unternehmen dann eine Informationsbasis, die eine gute Voraussetzung dafür ist, die Zufriedenheit im Unternehmen gezielt zu steigern.

Kompetenzprofile können für mehr Zufriedenheit im Beurteilungswesen sorgen

Eine weitere Möglichkeit die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu steigern, ist die Einführung von Kompetenzprofilen. Dabei wird nicht pauschal beurteilt, sondern vielmehr in einem strukturierten Verfahren, das sich ganz konkret auf die Rolle des Mitarbeiters bezieht. Führungskräfte werden in ihrer Beurteilung angeleitet, was viel schneller und einfacher geht, als die Meisten glauben. Die Analyse von Mitarbeiter- oder Führungskräftebeurteilungen ermöglicht dem Unternehmen im Anschluss deren Talente gezielt und vor allem kontinuierlich zu fördern und zu entwickeln, was einen ganz wesentlichen Einfluss auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter hat.

*Quelle: Gallup-Umfrage bei 2198 deutschen Arbeitnehmern, Forsa-Umfrage im Auftrage des Handelsblatt bei 502 Führungskräften

Ein Auszug aus dem Handelsblatt-Leitartikel findet sich hier.

AUTOR

Holger Antz

Geschäftsführer