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Das Dienstrad - der neue Trumpf der Personaler in der Gehaltsverhandlung


Date: 2018-02-13

Hamburg ist in vielen Bereichen eine ganz besondere Stadt. Elbstrand, Dom, Alster und Elbphilharmonie sind nur einige Besonderheiten. Völlig gewöhnlich ist Hamburg allerdings in einem Punkt: zum Feierabend sind die Verkehrswege dicht. Ob U- oder S-Bahn, Auto oder Bus – der Berufsverkehr wird für viele Pendler zur Herausforderung. Die einzige realistische Möglichkeit, schnell durch den Verkehr zu kommen, ist das Fahrrad. Immer mehr Pendler setzen (sich) auf das Rad.

So erfährt das Thema „Dienstrad“ viel Aufmerksamkeit. Dabei kann der Arbeitnehmer, analog zum Dienstwagen, ein Fahrrad gestellt bekommen. Da moderne Räder, aber auch die immer weiter verbreiteten E-Bikes kostspielig sind, lohnt sich das oft. Wie aber funktioniert die Sache mit dem Dienstrad?
Seit 2012 ist das Rad dem Dienstwagen rechtlich gleichgestellt. So kommt auch die 1%-Regelung zum Einsatz. Das heißt, das Dienstrad kann ähnlich wie der Dienstwagen auch privat genutzt werden, wofür lediglich 1% des Bruttolistenpreises vom Arbeitnehmer versteuert werden muss. Der Arbeitgeber erwirbt oder least das Rad und überlässt es dem Arbeitnehmer zur Nutzung. Der organisatorische Mehraufwand ist gering, der Nutzen groß. Für den Arbeitnehmer bedeutet das Dienstrad einen finanziellen Aufwand, der die Steuerlast reduzieren kann. Die Personaler freuen sich dabei über die weit wichtigeren Vorteile: die Mitarbeiter sind gesünder, die Zahl der krankheitsbedingten Ausfälle wird reduziert. Auch mit Blick auf das Employer Branding ist die Idee des Dienstrades interessant: das Image des Unternehmens wird von dem Angebot positiv beeinflusst. Und nicht zuletzt kann ein Dienstrad eine gute Alternative zur monetären Gehaltserhöhung darstellen, um engagierten Angestellten Wertschätzung auszudrücken.

Auch für Arbeitnehmer gibt es viele Vorteile. Der Kostenvorteil durch die besondere Steuerkonstellation ist einer davon. Im Rahmen des oft vereinbarten Leasings werden außerdem Versicherung und Wartung des Rades abgedeckt. Zeitersparnis und körperliche Gesundheit durch das Fahrradfahren sind ebenfalls positiv. Auch die Pendlerpauschale bleibt vom Dienstrad unberührt: wer mit dem Rad zur Arbeit kommt, kann diese trotzdem wie gewohnt geltend machen. Besonders attraktiv macht die Idee des Dienstrades aber vor allem: Arbeitnehmer können ihr gewartetes und oft teures Rad auch in der Freizeit benutzen – ohne Einschränkung hinsichtlich der Kilometerleistung.

Gesellschaftlich bedeutet der Trend zum Dienstrad, dass die Umwelt signifikant entlastet werden kann. Das gleiche gilt für Krankenkassen und Sozialversicherungen. Auch die Verkehrssituation wird durch einen Umstieg vom Kraftfahrzeug auf das Rad entschärft.
Einige mögliche Stolpersteine erfordern jedoch Aufmerksamkeit: so sollten die Kosten im Falle eines Leasings nicht komplett vom Arbeitnehmer übernommen werden, da dieser sonst schnell als wirtschaftlicher Leasingnehmer betrachtet wird und mit zusätzlicher Steuerlast rechnen muss. Auch bei der Übernahme des Dienstrades nach Ablauf der Leasingvereinbarung – in der Regel läuft diese drei Jahre, nach denen das Rad für 10-18% des Bruttolistenpreises übernommen werden kann – droht zusätzliche Steuerlast: die Differenz zwischen Zeitwert und Ablöse muss als geldwerter Vorteil versteuert werden.
Aktuell sind schätzungsweise 200.000 Diensträder in Deutschland unterwegs. Diese Zahl wird sich in Zukunft auch in Hamburg weiter erhöhen.

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